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International: Slow Fish-Kampagne - Die Meere verstehen

Worum es geht:

In welchem Zustand sind die Meere? Welche Fischarten sind wirklich bedroht? Können wir den Markt beeinflussen? Müssen wir aufhören, Fisch zu essen? Slow Food International beschäftigt sich seit Jahren mit diesen Themen, sensibilisiert Fischliebhaber bei der Messe Slow Fish alle zwei Jahre in Genua und entwickelt Projekte, um nachhaltige, handwerkliche Fischerbündnisse zu unterstützen.

Slow Food ist davon überzeugt, dass jeder Mensch im Rahmen seiner Möglichkeiten dazu beitragen kann, das Getriebe eines globalisierten Lebensmittelsystem zu bremsen oder zu blockieren - egal ob Landwirtschaft oder Fischerei. 

Wir entdecken vergessene, andere Geschmacksrichtungen, die der globalisierte Markt verschwinden lässt, und neue oder neu interpretierte Rezepte wieder. Wir versuchen auch das traditionelle Wissen und Können der Fischerei wieder zu beleben, die den antiken Fangpraktiken, den Ernährungsstilen früherer Generationen, den bekannten und unbekannten Ressourcen in Flüssen, Seen und Meeren häufig näher stehen als man denken könnte. All diese Dinge sind ein Teil unserer Geschichte und unserer Identität.

In diesem Geist dient die internationale Kampagne Slow Fish als Multiplikator für Initiativen, die handwerkliche Kleinfischer und vernachlässigte Arten valorisieren, die das Nachdenken über den Zustand und die Bewirtschaftung der Fischressourcen anregen – und diese Gedanken können, wenn sie irgendeine Erfolgschance haben wollen, nur von der lokalen Ebene ausgehen. 

Weitere Projektdetails

"Unser Verein mit seiner starken lokalen und internationalen Erfahrung ist überzeugt, dass wir die Dinge nur ändern können, indem wir uns den Ursprüngen der Lebensmittel wieder annähern und unsere Neugier und den Genuss in den Dienst verantwortlicher Entscheidungen stellen."

Michèle Mesmain

 

 

Was gerade passiert:

2018 besteht die Hauptaufgabe von Slow Fish darin, die Netzwerke in spezifischen Austauschprogrammen und Projekten zur Armutsbekämpfung, ökologischen Verantwortung, Förderung lokaler Produktion und Aufbau von Kapazitäten für die Gemeinschaftsorganisation zu konsolidieren und mit ihnen zu arbeiten.

Unsere Aktivitäten werden sich thematisch u.a. orientieren an:

  • Wissensaustausch zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit ländlicher und küstennaher Gemeinschaften in südlichen Ländern mit Schwerpunkt auf der Verbesserung von lokaler Organisation, der Steigerung des Mehrwertes von Produkten und Alternativen zur Existenzsicherung.
  • Kreativer Umgang mit invasiven Arten oder wie man eine Bedrohung in eine Chance verwandelt.
  • Aquakultur und Aquaponik als tragfähige und verantwortungsvolle Alternative
  • Zunehmende Synergien zwischen indigenen Völkern und Fischereifragen und -netzen

Slow Fish Canada hat Anfang Dezember 2017 eine Kampagne ins Leben gerufen, um das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass die kanadische Regierung Maßnahmen zur Privatisierung des Zugangs zu Fischressourcen ergreifen will. Mit einer Petition setzt sich Slow Fish Canada für die politische Reform des Fischereigesetzes ein.

www.saveourbcfisheries.info

07/02/17 Dieses Video vermittelt die Komplexität der Fischerei in einem unmittelbaren und einfachen Format, um die Fisch- und Küstenkultur besser verständlich zu machen. Um sie zu bewahren, müssen wir den Grundsätzen der Small Scale Fisheries guideline folgen und die Menschenrechte im Mittelpunkt unseres Handelns stehen.

 

Slow Fish Webseite

Die Website bietet all jenen Inspiration, die verantwortungsvolle Entscheidungen für ihren Lebensstil zu treffen.

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Was wir bisher erreicht haben:

Slow Fish Genua 2017 war ein wichtiges Ereignis. Vom 18. bis zum 21. Mai 2017 fand wieder die internationale Messe Slow Fish für nachhaltige Fischwirtschaft und saubere Meere am alten Hafen (Porto antico) von Genua statt. Der Fischverbrauch nimmt weltweit zu. Die intensive industrielle Befischung der Weltmeere zerstört dabei diese wichtige und traditionelle Nahrungsquelle der Menschheit. Nachhaltiger Fischfang und verantwortungsvoller Genuss von Fisch und Meeresfrüchten sind Lösungsansätze, die den Besuchern auf der Slow Fish in Genua – schmackhaft – vermittelt werden. Indem die Wertschöpfungskette, die hinter einem Fischprodukt steht, den Teilnehmern transparent gemacht wurde, konnten sie auch über guten, sauberen und fairen Fisch nachdenken.

Die internationale Kampagne Slow Fish dient als Multiplikator für Initiativen, die die handwerkliche Kleinfischerei und vernachlässigte Ressourcen in Wert setzen.

Die Messe Slow Fish, die alle zwei Jahre in Genua stattfindet, ist der beste Ausdruck für diesen Ansatz: sie bietet umfangreiche Informationen für die Besucher, zielt auf die die Sensibilisierung der Kinder, und bietet Raum für Diskussionen zwischen den Verfechtern der nachhaltigen Fischerei. Und natürlich bietet sie die Möglichkeit jene köstlichen Meeresfrüchte zu probieren, die man gerade kennen gelernt hat.

Die internationale Kampagne Slow Fish umfasst den Aufbau einer Website in vier Sprachen. Sie entwirft ein umfassendes Bild der komplexen Situation, die sich hinter dem Nahrungsmittel Fisch verbirgt. Slow Food liefert einen didaktischen Leitfaden, der die Grundbegriffe der Nachhaltigkeit (wie Größe, Fortpflanzungszeiten und -alter der Fische) darstellt, um so die Recherche über lokale Arten zu unterstützen.

Die gemeinnützige Slow Food Stiftung für biologische Vielfalt hat eine wichtige Rolle eingenommen. In den letzten Jahren hat sie 23 Presidio-Projekte mit den Fischerbündnissen von Terra Madre aufgebaut. Der Bereich Slow Fish in Aktion verschafft diesen Projekten und allen anderen Aktivitäten, die jeden Tag von den Mitgliedern unseres Netzwerks zur Förderung von gutem, sauberem und fairem Fisch umgesetzt werden, Sichtbarkeit.

Projektarchiv Slow Fish 

Slow Fish 2017

Die Messe Slow Fish findet alle zwei Jahre in Genua statt. Sie informiert die Konsumenten und setzt sich mit der nachhaltigen Fischerei auseinander.

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