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Grenzbereiche - An den Küsten

Etwa eine Million Kilometer messen die Küsten weltweit und sie sind damit der am weitesten verbreitete Landschaftstyp der Erde. Was auf einer Weltkarte jedoch als dünne Linie erscheint, ist in der Natur ein mehr oder weniger breiter Übergangsbereich zwischen Meer und Land. Ebbe und Flut, die Neigung des Küstenhanges, felsiger oder sandiger Untergrund, Eisgang und Brandung, aber auch Pflanzen und Tiere haben ihren sichtbaren Einfluss auf die Ausgestaltung der Küstenform.

 

Die Wirkung der Brandung und der mit dem Wind verfrachteten Gischt ist sowohl see- wie auch landwärts in einer breiten Küstenzone vorhanden.

Die Lebensgemeinschaften der Meeresküsten haben sich in verschiedenster Weise an die besonderen natürlichen Bedingungen wie den durch die Gezeiten bestimmte Wechsel von Wasser und Atmosphäre angepasst. Aber auch die Stärke der Brandung, die schnellere und stärkere Schwankung von Temperatur, Salzgehalt und Beleuchtung stellen besondere Anforderungen an das Leben am Meeresufer. Zudem ist das Wasser häufig sehr trübe, da durch Wellenschlag und Strömung Partikel vom Boden aufgewirbelt oder vom Festland ins Meere gerissen werden.

 

Gegen das Trockenfallen bei Ebbe oder die Gewalt der Wellen hat die Natur wirksame Überlebensstrategien entwickelt. Doch bei aller Faszination: Weil die Meeresküsten aber nicht nur Lebensraum einer besonderen Flora und Fauna sind, sondern auch Anziehungspunkte für eine steigende Zahl von Menschen weltweit, sind Konflikte an der Tagesordnung. Hier wird intensiv gefischt und gesammelt, hier verbringen Menschen ihren Urlaub und leiten Abwässer ein und gelegentlich zerbricht ein Tanker an den Klippen. Die Küsten sind die am stärksten vom Menschen gestörten marinen Ökosysteme.

 

Watt und Wattenmeer

Dort, wo durch die Gezeiten der Meeresspiegel um mehr als einen Meter schwankt, bildet sich an flachen Küsten ein breiter Saum, der für viele Stunden vom Meerwasser überspült ist und viele Stunden trocken fällt. ... weiter

Fels in der Brandung

Wer bei Ebbe eine Felsküste durchwandert, dem fällt die bemerkenswerte Artenzahl und Dichte der Tiere und Pflanzen, die zumeist fest mit dem Untergrund verhaftet sind, unmittelbar auf. Leicht käme man bei einer Bestandsaufnahme auf über eintausend Arten. ... weiter

In Tangwäldern und Seegraswiesen

Wie an Land ist auch im Meer die Photosynthese die treibende Kraft zur Erhaltung des Lebens. Aber anders als an Land, wo Vegetation vorherrscht und Bäume zu enormer Größe heranwachsen, sind die Primärproduzenten des Meeres. ... weiter

Mangrovenwälder - Lebenskünstler auf salzigem Grund

Nirgendwo sonst teilen sich Meeres- und Landorganismen in solcher Fülle den gleichen Lebensraum wie in den Mangrovensümpfen der tropischen und subtropischen Küsten. ... weiter

Korallen - 280.000 km² unter dem Meer

Korallenriffe zählen zu den spektakulärsten Ökosystemen der Erde. Sie umspannen den Globus in den tropischen Gewässern und bedecken dabei eine Fläche von etwa 280.000 km². Selbst aus dem Weltraum sind sie als farbig schillernde Muster auszumachen. ... weiter

Schelfmeere

Küsten- oder Schelfmeere umgeben die Kontinente und sind typischerweise flach: ihre kartographische Grenze liegt dort, wo die Wassertiefe am Kontinentalrand 200 Meter überschreitet. ... weiter