Coastal area of Timor-Leste
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Timor-Leste: Nachhaltiges Küstenmanagement durch partizipative Naturschutzansätze

Worum es geht:

Im Mittelpunkt des Projekts steht Ma‘abat, ein Küstendorf im Manatuto District, etwa zwei Stunden östlich der Hauptstadt von Timor-Leste, Dili. An der Küste von Ma‘abat ist das Dorf auf Mangroven angewiesen, als Schutz vor Überschwemmungen und Stürmen, und auf Riffe und Seegras als Lebensraum für Fische.

Die Fischer in Ma‘abat haben einen Rückgang ihrer Fänge festgestellt und sind besorgt über ihre Nahrungssicherheit. Frühere Versuche, die Fischerei zu managen, um die Bestandserholung in Ma‘abat zu fördern, waren erfolglos, da das Engagement der Gemeindemitglieder bei der Gestaltung von Bewirtschaftungsmaßnahmen gering war. Die Gemeinde Ma‘abat ist jedoch bestrebt, auf eine nachhaltige Zukunft hinzuarbeiten.

Was wir langfristig erreichen wollen
Tara Bandu, das Gewohnheitsrecht von Timor-Leste, wird von den lokalen Gemeinden zunehmend genutzt, um die kleine Fischerei zu regulieren und lokal verwaltete Meeresgebiete (LMMAs) zu schaffen. In Ma‘abat werden wir mit der Gemeinde zusammenarbeiten, um Tara Bandu in der Lamsana Bay zu gründen, die als eine der wichtigsten Laichplätze für Fische identifiziert wurde und von der Gemeinde als heiliges Land betrachtet wird. Das Projekt unterstützt die Nutzung von Tara Bandu durch die Gemeinschaft für ein nachhaltiges Management der Meeresressourcen durch eine Vielzahl von partizipativen Initiativen.

Meilensteine und Lösungen
Der erste Meilenstein des Projekts ist die Durchführung der Tara Bandu-Zeremonie zur Stärkung des heiligen Schutzes der Lamsana Bay. Im Anschluss daran werden wir die Gemeinde bei einer Vielzahl anderer Aktivitäten unterstützen, um die Aktivitäten der Tara Bandu zu ergänzen. Dazu gehören die Schulung lokaler Frauen in partizipativen Fischereiüberwachungstechniken, um die marginale Rolle zu berücksichtigen, die Frauen traditionell gespielt haben; die Unterstützung der Gemeinde bei der Gründung einer kleinen Mangrovenaufforstungsinitiative, die Mitgestaltung eines Bewirtschaftungsplans für die Meeresressourcen in der Bucht von Lamsana mit der Gemeinde und die Erprobung der Hühnerzucht als alternative Lebensgrundlage.

Was sind die Haupthindernisse?
Zu den Haupthindernissen des Projekts gehört die Zeit, die benötigt wird, um Vertrauen in der Gemeinde in Ma‘abat aufzubauen, zumal die Lamsana Bay ein heiliger Ort ist und von vier verschiedenen Gemeinden geteilt wird. Darüber hinaus ist die Lamsana Bay relativ abgelegen und der Zugang ist eingeschränkt, so dass Feldbesuche eine komplizierte Logistik und Koordination zwischen den lokalen Partnern erfordern. Wir werden dies überwinden, indem wir lange im Voraus planen, auf die Bedürfnisse der Gemeinde eingehen, Sensibilisierungsaktivitäten durchführen und uns auf Partner vor Ort verlassen, um Treffen zu erleichtern und Informationen mit der breiten Öffentlichkeit auszutauschen.

Mit wem arbeiten wir zusammen?
Das Projekt arbeitet eng mit der lokalen Verwaltung der vier Dörfer, die die Lamsana-Bucht besitzen, zusammen, insbesondere mit dem Häuptling von Ma‘abat, der als führende Behörde für das Gebiet von Lamsana gilt. Wir gehen auch eine neue Partnerschaft mit einer lokalen Naturschutzorganisation, Konservasaun Flora no Fauna (Flora and Fauna Conservation (KFF)), ein, die unsere Arbeit im Mangrovenschutz durch technisches Fachwissen und die Organisation von Gemeinde-Pflanzveranstaltungen unterstützen wird.

Wir hoffen, die lokale Gemeinschaft bei der Entwicklung und Verabschiedung eines erfolgreichen Plans für ein nachhaltiges Management der Bucht von Lamsana zu unterstützen, der durch das traditionelle Gesetz der Tara Bandu umgesetzt wird. Der Plan wird sicherstellen, dass die Fischerei so bewirtschaftet wird, dass sowohl der Bedarf an Küstenschutz als auch die Bedürfnisse der Nahrungssicherheit gedeckt werden, die lokalen Gemeinden in die Lage versetzt werden, ihre eigenen natürlichen Ressourcen selbstständig zu bewirtschaften, und die traditionellen Bewirtschaftungsmethoden wiederbelebt werden.

Discussing LMMA

Wir besuchten unseren neuen Standort in Manatuto, um über Fischerei und Mangroven-Management und -Monitoring, TaraBandu, zu diskutieren und wie man einen heiligen Ort in ein neues LMMA integrieren kann.

Was gerade passiert:

Im September 2018 begannen in Ma‘abat öffentliche Konsultationen, um die Gedanken und Ideen der Gemeinde über die Richtung der Arbeit und insbesondere über den Bedarf der Gemeinde an lokalem Management der Meeresressourcen zu diskutieren. Die Gemeinde reagierte sehr positiv, diskutierte offen über Optionen und Prioritäten und stellte einen klaren Weg nach vorn fest, beginnend mit der traditionellen Tara-Bandus-Zeremonie. Im Anschluss an die Zeremonie werden die nächsten Schritte darin bestehen, mit der Ausarbeitung von Meeresmaßnahmen zu beginnen und die Betreiber der Fischereiüberwachung auszubilden.

Was wir bisher erreicht haben:

Weitere Informationen:

Wer hat's gemacht