Beschreibung
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International: GAME - Glo­ba­ler An­satz durch mo­du­la­re Ex­pe­ri­men­te

Worum es geht:

GAME steht für „Globaler Ansatz durch modulare Experimente“. Zu einer ökologischen Fragestellung werden im Rahmen von themengebundenen Forschungsprojekten zeitgleich identische Experimente an verschiedenen Standorten auf der ganzen Welt durchgeführt. Dieser Ansatz ist neu in der ökologischen Forschung und ebenso innovativwie effizient: Nur global vergleichbare Ergebnisse liefern Erkenntnisse über biogeographische Räume und Ökosystemgrenzen hinweg.

Zurzeit werden jedes Jahr bis zu 14 Studierende betreut, die die Experimente in binationalen Teams an jährlich bis zu 7 Standorten auf der Welt durchführen. Die Vor- und Nachbereitung jedes Projektes findet gemeinsam mit allen Teilnehmern am GEOMAR in Kiel statt.

Vorbereitend wird die Herangehensweise an ökologische Fragestellungen erarbeitet und die Analyse von Daten mit biostatistischen Methoden vertieft. In der Nachbereitungsphase werden alle Ergebnisse vergleichend ausgewertet, interpretiert und zur Publikation vorbereitet. Hier trainieren die Studierenden ihre Fähigkeit, Wissenschaft in Form von Vorträgen, Abschlussarbeiten und Beiträgen in internationalen Fachzeitschriften zu kommunizieren.

Die Studierenden profitieren von der umfassenden Betreuung durch deutsche und ausländische Wissenschaftler während der gesamten Projektdauer und darüber hinaus. Durch die Teilnahme an einem GAME-Projekt sind sie optimal für eine anschließende Promotion qualifiziert. GAME bietet mit diesem neuartigen und erfolgreichen Konzept eine besondere Form des Praxisbezugs und bereitet die Studierenden so auf eine Karriere in Wissenschaft und Forschung vor. Gleichzeitig werden neben dem wissenschaftlichen Know-how auch zielorientiertes Arbeiten und Teamfähigkeit gefördert. In der Ausbildung junger Akademiker wird gerade der letzten Fähigkeit oft zu wenig Bedeutung beigemessen. GAME legt besonderen Wert auf diese Komponenete und fördert durch den weltweiten Austausch insbesondere auch die interkulturelle Verständigung. 

 

 

"GAME ist ein internationales Trainings- und Forschungsprogramm, in dessen Rahmen in jedem Jahr Studien zu einer anderen ökologischen Fragestellung durchführt werden. Dies geschieht an mehreren Küstenstandorten zeitgleich auf der Nord- und Südhalbkugel, wobei die praktischen Arbeiten von unseren Teilnehmern unter Anleitung lokaler Wissenschaftler ausgeführt werden."

Dr. Mark Lenz, GEOMAR Kiel

Was gerade passiert:

GAME XVI - Wie beeinflusst die globale Erwärmung chemische Kommunikationsprozesse im Meer?

Chemische Kommunikation im Meer umfasst beispielsweise die wechselseitige Erkennung von Beutetieren und Räubern bzw. von Makroalgen und Herbivoren. Auch viele Partner- und Habitatsfindungsprozesse, sowohl bei Invertebraten als auch bei Vertebraten, haben eine chemische Basis. Obwohl das Thema chemisch ausgerichtet ist, werden wir keine (oder nur wenige) chemische Analysen durchführen. Auch bei diesem Projekt werden die experimentellen Arbeiten im Vordergrund stehen. Es wird sich dabei in der Hauptsache um Wahlversuche mit Makroinvertebraten handeln. Mit diesen soll getestet werden, ob sich die Art und die Geschwindigkeit einer Reaktion auf einen chemischen Reiz mit der Umgebungstemperatur ändert bzw. ob die Stärke eines Reizes mit steigender Temperatur zu- oder abnimmt.


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Website

GAME Oceanblogs

Hier finden Sie in Form eines Blogs die neuesten Nachrichten und Berichte aus dem GAME-Programm. 

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Was wir bisher erreicht haben:

2017 - GAME XV beschäftigt sich mit der Frage, ob steigende Wassertemperaturen das Fraßverhalten von Weidegängern in Meeresökosystemen verändern werden.

2016 - GAME XIV befasst sich mit interaktiven Effekten von Wärmestress und Mikroplastik...

2015 - GAME XIII befasst sich mit der Toleranz von Seeanemonen gegenüber Wärmestress. Im Zuge der Erderwärmung werden sich die durchschnittlichen Wasser- und Lufttemperaturen weltweit erhöhen und auch die Temperaturspitzen während sommerlicher Hitzewellen werden höher ausfallen.

2014 - GAME XII befasst sich mit den Auswirkungen von Mikroplastik auf Meeresorganismen. Das Thema Mikroplastik ist gut, um die Menschen auf das Ökosystem Meer und auf die Meeresforschung aufmerksam zu machen...

2013 - GAME XI  befasst sich mit den Auswirkungen von Mikroplastikpartikeln auf die Stresstoleranz mariner Depositfresser. Neben dem Eintrag von Nährstoffen, Schwermetallen und organischen Schadstoffen sind es vor allem Plastikabfälle, die im Laufe der letzten 60 Jahre zu einer massiven Verschmutzung der Meere durch den Menschen geführt haben...

2011 - GAME IX befasst sich mit den Verbreitungsmustern mariner Arten. Meeresgebiete verschiedener Breiten unterscheiden sich stark hinsichtlich der Konstanz mit der in ihnen Energie für Lebensprozesse zur Verfügung steht...

 

 

Weitere Informationen:

Wer hat's gemacht

 Das GAME-Team

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Ozean & Klima

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