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Bioregionen sind Basis eines sozioökonomischen Modells, das Regionalisierung auf geographische Gebiete bezieht, die hinsichtlich natürlicher und anthropogener Merkmale eine gewisse Einheit bilden. Ecotrust USA arbeitet an der Weiterentwicklung des Bioregions Discovery Tool, ein Open-Source-Online-Mapping-Tool, das von jedermann über einen Internetzugang verwendet werden kann, um die eigene Bioregion definieren zu helfen.

 

Das Bioregions Discovery Tool wurde entwickelt, um über das Internet und unter Mitwirkung eines breiten Spektrums von Anwendern auf der ganzen Welt, Bioregionen zu definieren und mit einer großen Bandbreite an Informationen zu hinterlegen. Dabei wird auch auf globale Datensätze zurückgegriffen, etwa zur Berücksichtigung globaler Veränderungen und deren regionale Wirkung im Sinne der Verwundbarkeit (Vulnerabilitäten) wie Klimawandel, Entwicklungsdruck, begrenzte Wasserressourcen und Nahrungsmittelknappheit.

 

Die erstmals in einem Instrument zusammengestellt Daten werden auf der Ebene einer durch Anwender definierten Region zusammengefasst und gehen damit über nationale oder andere Zuständigkeitsgrenzen hinweg, die gewöhnlich solche Datensätze bestimmen. Das Tool wurde Mitgliedern eines wachsenden internationalen Resilienz-Netzwerks im Vorfeld einer dreitägigen Tagung vorgestellt, die Ecotrust im Herbst 2011 in Portland durchgeführt hat. Während der Tagung präsentierte sich das Bioregions Discovery Tool vor allem als Chance für kommunale Führungskräfte, die Bedeutung natürlicher Faktoren in einer Region zu berücksichtigen.

 

2012 wurde das Werkzeug durch Verbesserung der Funktionen und Entwicklung neuer Funktionen verfeinert und Benutzer zum Testen aufgefordert. Das Projektteam hat erhebliche Fortschritte im Hinblick auf Upgrades und die Entwicklung weiterer Funktionen gemacht. Allerdings haben sich neue Aspekte für den Benutzerinput ergeben, wodurch es zu einer sechsmonatigen Verlängerung des Projektes gekommen ist und die Veröffentlichung der neuen Version des Tools (Version 1,1) hinausgeschoben wurde. Neues Abschlußdatum des Projekts ist der 30. Juni 2013.

 

Trotz der Verzögerung wurden bislang schon verschiedene Teilarbeiten abgeschlossen, die die im Zusammenhang mit den ursprünglich vorgeschlagenen und geplanten Änderungen im Bioregions Discovery Tool stehen:

  • Bioregion Feature: Entwickelt, getestet und integriert wurde eine Funktion, mit der Benutzer von Hand die Grenzen ihrer Bioregion ziehen können zusätzlich zur Möglichkeit der Verwendung eines modellierten Ansatzes.
  • Sharing: Entwickelt, getestet und integriert wurde eine Funktion, die dem Benutzer die Eingabe von so genannten „Story Points“ erlauben - bestimmte Orte, in denen Benutzer Informationen, Links zu Webseiten eingeben können sowie Bilder hochladen können.
  • Networking: Entwickelt, getestet und integriert wurde eine Funktion, die Story Points sowie gemeinsame Bioregionen (Bioregionen, die sich überlappen) mit anderen Daten wie Verwundbarkeiten durch den Klimawandel, den Entwicklungsdruck, begrenzte Wasserressourcen und andere zusammen fasst. Registrierte Benutzer können sehen, wer Informationen für jede Bioregion beigetragen hat und sich mit ihnen über ein einfaches Messaging-System vernetzen.
  • Reports: Begonnen wurde die Entwicklung neuer Funktionen, die es den Benutzern erlauben, Berichte für jede Bioregion in einem gemeinsamen Format wie PDF zu exportieren.
  • Usability: Der Entstehungsprozess einer Bioregion wurde gestrafft, aktualisiert wurde die Hilfe-Dokumentation für den Benutzer und ein kurzes Hilfe-Video wird vorbereitet. In Kürze soll eine offizielle Projektseite im Internet die Öffentlichkeit über Sinn und Zweck des Instruments informieren.
  • Aufforderung zu Nutzerbeiträgen: Eine Gruppe von Partnern beschäftigt sich mit der Erstellung von Bioregionen sowie mit Beiträgen über ihre Region. Mit dieser Gruppe wurden Nutzer-Probleme identifiziert (vor allem in ländlichen und weniger entwickelten Regionen) sowie Informationen über ihre Region in das Instrument gearbeitet. Da die Informationsfülle zunimmt, ist geplant weitere Informationen für überlappende Bereiche durch andere Benutzer zu sammeln.

 

Ausblick für 2013

Bis zum Jahresende 2013 soll eine Marketing-Strategie entwickelt werden, die bestehende Netzwerke mobilisieren und das bioregionale Werkzeug auch über Facebook, Google Mail oder Twitter zugänglich machen soll. Dadurch werden vorhandene Plattformen mit einem breiteren Publikum vernetzt. Mit der wachsenden Zahl von Nutzern wird die Informationsdichte durch die sich verbreiternde Nutzerbasis vergrößert werden. Dies wiederum wird die Anzahl der Verbindungen erhöhen, die durch Eingabe von neuen Storypunkten oder neuen Bioregionen entstehen können. Danach wird Ecotrust das Werkzeug langfristig zur Verfügung zu stellen, und da die Mehrzahl der Inhalte durch die Mitglieder erzeugt wird, ist der Erfolg des Werkzeugs direkt an die Anzahl der Benutzer und dem Grad ihres Engagements gekoppelt.

 

 

 

 

Projektpartner:

Ecotrust (ET)

Jean Vollum Natural Capital Center

721 NW Ninth Avenue, Ste.200

Portland, Oregon

97209

USA

 

Bioregions Discovery Tool

Visualizing assets and vulnerabilities in bioregions around the world

 

Bericht 2013